Crowdfunding: Dirty-Nerd-Slam-Hörbuch

Jetzt geht’s los!
Mein Dirty-Nerd-Hörbuch-Crowdfunding-Projekt ist in die heiße Finanzierungsphase gegangen. Das Crowdfunding geht bis zum 01. April – ich weiß nicht warum, aber irgendwie passt dieses Datum. :)

Ich freue mich auf eure Unterstützung und es wäre mir ein innerer Nerdgasmus, wenn ihr das Projekt an den Nerd oder das Nerdmädchen bringen könntet.

Lieben Dank!

https://www.startnext.com/dirtynerd

Gastbeitrag: Simon Irlbacher

Heute bekam ich bei Facebook einen netten “Fanbrief” mit einem witzigen Text, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Treten Sie ein, in eine Welt voller Mythen und Rätsel und das alles nur zwei Stunden mit dem Bus entfernt. Abfahrt in Ansbach. Bei dieser fünftägigen Rundfahrt durch die unterschiedlichsten Landschaften dieser faszinierenden Welt werden Sie einen umfassenden Einblick in die Kultur und Gebräuche der Völker von Mittelerde bekommen. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt
Mittelerdes.

Am Ersten Tag werden Sie gleich nach dem Check-In in der Kultkneipe “Zum Tänzelnden Pony“ die Möglichkeit haben mit den Ringgeistern eine Diskussion über ethische Inhalte zu führen. Für eventuelle Unfälle steht sexy Krankenschwester Arwen mit einem großen Vorrat an Athelas bereit um sich im schlimmsten Fall um Sie zu kümmern. Danach können Sie optional eine Verfolgung durch ihre Mitdebatanten oder eine Stadtführung mit Sam genießen und den guten dabei durch die Gegend rollen.

Am Abend finden wir uns dann in Ihrem Hotel wieder, um bei einem Krug Bier Kennenlernspiele zu spielen, beispielsweise Strippoker. Wir bitten Sie jedoch schon im Voraus vor dem zu Bett gehen ihre Tür zu verriegeln, da schon einige Hobbitgäste dies vergaßen, was fast in eine Katastrophe ausgeartet wäre. An Tag zwei werden wir die Minen von Moria besichtigen, wären Sie Unmengen an Orks zurückschlagen.

In ihrem komfortablen Hotel mit dem Namen „Balins Grab“ wird dann für die Überlebenden Kaffee und Kuchen bereit stehen. Dort werden Ihnen dann höfliche tote Zwerge als Decke und Kopfkisssen bereit stehen, während Orks versuchen in Ihr Hotelzimmer einzudringen. Nach dem Morgensport „Hau den Ork“ werden wir uns an Tag drei vor den Minen von Moria einfinden, wo Sie die letzte Möglichkeit haben werden abgeschlagene Orkköpfe als Souvenirs zu kaufen. Jedoch bitten wir Sie sich selber zu informieren wie viele nach Deutschland importiert werden dürfen. Nun werden wir Händchen haltend und in Zweierreihen eine Wanderung nach Dol Gudur unternehmen.

Im Verlauf des Tages werden Legolas und Gimli zu uns stoßen, weswegen wir Sie bitten ihre Frauen zu fesseln und sie hinter ihnen her zu ziehen, da wir Herrn Legolas jede Art der sexuellen Belästigung ersparen möchten. Angekommen in der ehemaligen Zwergenstadt Dol Guldur werden Sie gemeinsam mit dem Hexenkönig in ein Bordell einkehren, welches mit dem behaartesten Zwerginnen in ganz Mittelerde Werbung macht. Am vierten Tag werden wir Minas Thirit besichtigen wobei Sie hier optional brennend von der siebten Etage hinunterstürzen oder etwas über die Geschichte der Stadt und von Mittelerde lernen können. Am fünften und letzten Tag werden wir Gandalf den Weißen besuchen.

Ebenfalls werden wir dort Merry und Pippin antreffen, mit denen Sie bei einem Pfeifchen Alter Tobi über die Welt und das Universum philosophieren können. Der liebe Gandalf, eigentlich verhaftet, weil er die ganzen verdammten XP für Balrog geklaut hat, damit auch er, der inkompetenteste Zauberer EVER, zum weißen Zauberer upleveln kann, bietet ihnen dieses Jahr exklusiv die Möglichkeit gegen ihn in einem Rapbattle anzutreten. Jedoch haften sie bei danach aufkommenden seelischen Krankheiten in der Verbindung mit den Kosten einer Therapie selbstständig.

Am letzten Abend werden wir eine rein vegetarische Grillparty in Bruchtal abhalten. Die über eintausend Jahre alte, jedoch prächtig erhaltenen, Stripperinnen können Sie leider dieses Jahr nicht dazu buchen, da unsere Kontaktperson, Herr Elrond, wegen Drachenmord zu einer dreijährigen Haftstrafe in Verbindung mit einem Salatentzug verurteilt wurde.

Danach geht es wieder mit dem Bus nach Ansbach und in zwei Stunden sind sie wieder im grauen Alltag gefangen. Jedoch hoffen wir inständig sie im folgenden Jahr wieder bei unserer Fahrt in die Niederlande als Gast dabei zu haben.

Mit vielen lieben Grüßen ihre Suchtberatung Nürnberg.

Crowdfunding-Projekt Dirty-Nerd-Hörbuch-CD

Hallo ihr Lieben!

Ich arbeite gerade an einem Crowdfunding, um ein Slam-Hörbuch mit einigen meiner Texte aus den letzten Fünf jahren zu finanzieren. Jetzt gerade hat das Crowdfunding die Startphase überstanden und so Cthulhu will, wird es in den nächsten Tagen in die Finanzierungsphase wechseln.

Und genau hier brauche ich eure Unterstützung! Werdet Fan, droht euren Lebenspartnern mit Liebesentzug, wenn sie es nicht tun, und sagt all euren Bekannten, Verwandten und Feinde Bescheid, dass sie mir beim Projekt “Dirty-Nerd-Hörbuch” Beistand leisten müssen.
Alternativ könnt ihr das Crowdfunding auch einfach teilen und den Leuten erzählen, was für ein lustiges Kerlchen ich doch bin (das ist dann auch gar keine Lüge, sondern nur eine leichte bis mittlere Übertreibung).

Sobald es in die heiße Finanzierungsphase geht, werde ich es natürlich auch hier ankündigen.

Ich sage schon mal: VIELEN DANK und möge die dunkle Seite der Macht euch stets gut gewogen sein.

https://www.startnext.com/dirtynerd

Nerd-Fun-Facts

Ich habe mal für ein Projekt, das leider nie zum tragen gekommen ist, Nerd-Facts gesammelt. Viel Spaß damit. 
Mögen sie euch beim Nerd-Klugscheißen helfen. :)

Nerd-Fun-Fact #1
Obwohl der Spielautomaten Pac-Man (1980) eigentlich darauf angelegt ist kein Ende zu nehmen, war es durch einen technischen Defekt unmöglich das 256. Level erfolgreich zu absolvieren. Sobald man diesen Level erreichte, zeigte der linke Teil des Bildschirms das Labyrinth, während der rechte scheinbar zusammenhangslos mit Buchstaben und Symbolen gefüllt war.

Nerd-Fun-Fact #2
Hugh Jackman, der bereits in mehreren Filmen den Superhelden Wolverine verkörpert hat, machte sich 2013 einen Spaß daraus in seinem X-Men-Outfit über die San-Diego-Comic-Con zu laufen.
Laut eigener Aussage wurde er dabei nicht erkannt und musste sich sogar anhören, er wäre zu groß, um Wolverine anständig zu verkörpern.

Nerd-Fun-Fact #3
Seit 2013 kann das I-Phone auch als Pokedex genutzt werden.
Die sprachgesteuerte Software Siri beantwortet Fragen über Pokemon und hält alle wichtigen Statistiken über die kleinen Kampfflummis auf Abruf bereit.  

Nerd-Fun-Fact #4
Colin McGregor ist der Bruder des Qbi-Wan-Kenobi Darstellers Ewan McGregor. Er ist Pilot bei der Royal Air Force und trägt den Kampfnamen Obi-Two.

Nerd-Fun-Fact #5
Im DC-Universum gab es in den Achtzigern einen Superschurken namens Snowflame, der seine Kräfte durch die Einnahme von Kokain bekam. Je mehr Kokain er konsumierte, umso stärker wurde er. Das hinderte die New Guardians nicht daran ihn zu töten.

Nerd-Fun-Fact #6
Superman, der wahrscheinlich bekannteste aller Superhelden, trat in der Ausgabe #1 der Action Comics aus dem Jahre 1938 das erste Mal in Erscheinung. Unter anderem rettet er eine Frau vor der häuslichen Gewalt ihres Ehemanns, in dem er ihren Gatten erst gegen die Wand wirft und dann solange auf ihn einprügelt bis er verspricht sie nie wieder zu schlagen. Soviel zum Thema „Fight fire with fire“.

Nerd-Fun-Fact #7
Der fiese Hai Bruce aus Findet Nemo wurde nach dem künstlichen Hai benannt der bei den Dreharbeiten von Jaws (Der Weiße Hai) benutzt wurde. Der wurde seinerseits nach dem Anwalt von Steven Spielberg benannt.  

Nerd-Fun-Fact #8
Der reichste fiktionale Charakter ist laut der Forbes-Liste 2012 der Drache Smaug aus Tolkiens Der kleine Hobbit mit einem geschätzten Vermögen von 62 Milliarden US-Dollar.

Nerd-Fun-Fact #9
In der zweiten Drehbuchfassung von Star Wars – die den Titel Adventures of the Starkiller trug -, hieß der Imperator Palpatine noch Imperator Cos Dashit.

Nerd-Fun-Fact #10
In jeder Folge der Sci-Fi-Serie Firefly erscheint irgendwo im Hintergrund eine Spielzeug-Version des gefrorenen Han Solos aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter.

Ich bin zwar kein Nazi aber …

Wenn völlig verblendete Arschlöcher durchs Land ziehen und dabei Menschen köpfen, Frauen vergewaltigen und als Rechtfertigung die Fahne ihrer Religion in die Höhe halten, dann haben es diese menschenverachtenden Wichser einfach verdient, dass man sie zurück in die Steinzeit bombt.
Dabei ist es mir relativ Wurst, ob es sich dabei um Islamisten, Katholiken oder Pastafaris handelt. Wer so etwas tut, dem sollte man eine Pershing-Rakete rektal einführen und mit ordentlich Schmackes in die Sonne schießen.

Was mich aber genau so aufregt wie dieser irrsinnige, todbringende Fanatismus ist die Instrumentalisierung der Ereignisse von hirnverbrannten rechten Hetzern, die in Deutschland Stimmung gegen den Islam oder gegen Flüchtlinge machen. Bei Facebook kursieren pseudo-investigative Nachrichten von rechten Propagandaseiten wie Netzplanet, die sich in seriösem Gewand kleiden, mit echtem Journalismus aber soviel zu tun haben wie der Papst mit einem Gangbang. „Junge Deutsche von vier Ausländern vergewaltigt“ oder „Deutsche Familie muss ihre Wohnung für Asylanten räumen“ lauten ihre Schlagzeilen und Stück für Stück sollen damit Ängste bei Menschen geschürt werden, die ohne deren Wahrheitsgehalt zu prüfen diese Nachrichten einfach teilen und verbreiten.
Und diese Taktik trägt leider langsam ihre Früchte. Unter einem Schafspelz aus „Das darf man doch wohl noch sagen dürfen“ sitzt der lauernde, rechte Wolf, der um seinen Erste-Welt-Wohlstand fürchtet und jede auch noch so abwegige „Asylanten bekommen 4000 Euro im Monat“-Aussage aufsaugt und damit das Feuer des Fremdenhasses in sich anheizt.

Wer tatsächlich glaubt, dass eine Asylantenfamilie jeden Monat vom Staat 4000 Euro in den Rachen gestopft bekommt und trotzdem noch in einem Asylantenheim wohnt, in der kein Deutscher je freiwillig sein Dasein fristen würde, der ist entweder blöd oder sieht sich in seinen Vorurteilen so bestätigt, dass er nicht hinterfragen will, ob diese Nachricht überhaupt stimmt.

Schon in der Sesamstrasse hieß es immer „Wer nicht fragt bleibt dumm“ und, dass genau das zutrifft, sieht man auf Facebook zu genüge. Ohne auch nur einen Funken Zweifel wird die rechte Propagandascheiße geteilt und die schwelende Glut des Fremdenhasses damit mit Sauerstoff versorgt.

Gegenargumente treffen bei diesen ideologischen Idioten auf Kruppstahl und wenn ich in einer Diskussion schon lese, dass ein Satz mit den folgenden Worten beginnt: „Ich bin zwar kein Nazi aber“ oder „Ich bin zwar kein Rassist aber“, dann kommt mir die Galle hoch, weil ich genau weiß, dass der Satz immer damit endet, dass man irgendjemanden abschieben, einsperren oder gleich vergasen sollte.
Im Endeffekt kommt stets dieselbe braune Aussage dabei raus:
„Ich bin zwar kein Nazi aber Heil Hitler!“
Das ist in etwa als würde man sagen: „Ich bin zwar ein Rassist aber ich würde gerne eine rumänische Flüchtlingsfamilie zu Hause aufnehmen“.

Inzwischen hat sich die Angst in manchen schon so fest gefressen, dass sie Aufmärsche von Neonazis und Hooligans gutheißen, die angeblich gegen den Terror des Islamischen Staats protestieren, denen aber das Schicksal der Syrischen Bevölkerung völlig egal ist, weil Menschlichkeit etwas ist, das ihren Horizont überschreitet. Was sie eigentlich antreibt ist triefender Hass auf alles Fremde und die Aussicht auf eine ordentliche Prügelei mit den Bullen. 

Tatsächlich ist die ISIS zwar ein fanatischer Dreckshaufen, trotzdem ist es in Deutschland viel wahrscheinlicher von einer Kuh tot getrampelt zu werden als durch die Hand eines islamitischen Terroristen das zeitliche zu segnen.
Warum gehen Hooligans dann nicht gegen Kühe auf die Straße?
HoGeMuh statt HoGeSa.

Es ist immer die gleiche braune Soße, die man zu seinem deutschen Schnitzel aufgetischt bekommt: der Islam ist gefährlich, Flüchtlinge sind alles Sozialschmarotzer und wenn sie es nicht sind, dann nehmen sie uns unsere Arbeitsplätze weg.

Aber jetzt mal ehrlich: wenn du denkst, dass jemand der kein Deutsch spricht und keine Kontakte in diesem Land besitzt dir deinen Job wegnimmt, dann bist du nicht nur ein rechtes Arschloch sondern auch noch dumm wie Schifferscheiße.

Es gab in Deutschland schon einmal eine Zeit, in der wir alles geglaubt haben, dass die Nazis uns vorgesetzt haben und das dürfen wir nie wieder zulassen.
Des einen Jud’ ist des anderen Islamist oder Flüchtling.
Was mit Demonstrationen von zehntausend Menschen gegen eine Islamisierung Deutschlands beginnt, kann zu einem Fluss aus fremdenfeindlicher Scheiße werden, der dazu führt, dass wieder Flüchtlingsheime brennen, während sich deutsche, besoffene Patrioten vor Freude in die Hose pissen.

Wehret den Anfängen.

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Call of Zivi

Eines Morgens wache ich auf und obwohl ich mich fühle als sei ich Mitte Zwanzig, stecke ich im Körper eines übergewichtigen Typen Anfang Vierzig. Immerhin ist es mein eigener.

Ich seufze, stehe auf und mache die Playstation an.

Manchmal habe ich das Gefühl,dass ich seit dreißig Jahren in der Pubertät feststecke.

Während ich bei Call of Duty von irgendwelchen ADHS-Spacken lang gemacht werde, die so alt sind, dass sie meine Kinder sein könnten, schweifen meine Gedanken ab und reisen wie einst Marty McFly zurück in die Vergangenheit.

Es war das Jahr 1994 gewesen. Es war das Jahr in dem Kurt Cobain uns bewiesen hatte, dass er mit der Zeile „And I swear that I, don’t have a gun” gelogen hatte. Es war das Jahr in dem Jordan Letschkow bei der WM in den USA die deutschen Titelverteidiger-Träume mit einem Kopfball platzen ließ. Es war das Jahr in dem ich mit viel Abstand zum faulsten Zivildienstleistender des europäischen Kontinents gekürt wurde.

Ich war einundzwanzig und so faul, dass ich gelegentlich einfach so das Atmen für ein paar Stunden einstellte.

Nachdem ich es irgendwie geschafft hatte drei Lehrjahre und eine Prüfung zum Speditionskaufmann einigermaßen ohne großen Arbeitsaufwand zu überstehen, stand nun meine Zivildienstzeit an.

Ich hatte mich dazu entschieden diese Zeit als Büro-Zivi im Kulturverein „Die Börse” zu verbringen, in der Veranstaltungen aller Art organisiert wurden, vom Jazz-Konzert, über den Seniorenabend bis hin zu Perfomance-Kunst bei der gerne mal in Badewannen gekackt wurde.

 Neben den Veranstaltungen gab es auch ein großes Angebot an Kursen, wie „Meditieren bei Heavy-Metal-Musik”, „100 leckere Rezepte mit Baumrinde” oder „Die heilende Kraft des Eigenurins”.

Mein Aufgabenbereich war dabei klar definiert. Tagsüber musste ich Büro sitzen und potentielle Veranstaltungs- oder Kursinteressenten abwimmeln, auf dem Rechner Tetris spielen und generell so tun, als sei ich beschäftigt, obwohl ich eigentlich die meiste Zeit mit den Zimmerpflanzen um die Wette vegetierte.

 Am Abend dann kam meine große Stunde. Bei den Veranstaltungen wurde ich in ein Kassenhäuschen gesperrt, das nur unwesentlich größer als ein Schuhkarton war, und dort musste ich nun mit vorgetäuschter guter Laune Eintrittskarten an Menschen verkaufen, die sich einen Typen angucken wollten, der in eine Wanne kackte.

Besonders beliebt unter den Zivildienstleistenden war aber der Seniorenabend. Dort konnten wir junge Kerle schon mal sehen, was uns im Alter erwarten würde.

Allerdings war es gar nicht so anders, als das was wir bereits kannten, denn beim Seniorenabend wurden nicht nur Waffeln gegessen und bei Schlagermusik getanzt, sondern auch ordentlichen Alkohol konsumiert.
Es ging soweit, dass wir den Auftrag bekamen bei einigen der Damen den Doppelkorn mit Wasser zu verdünnen, damit sie sich nicht im Laufe des Abends lattenstramm an den beiden letzten verbliebenen männlichen Senioren vergingen.

Aber ich habe in meiner Zeit als Zivildienstleistender auch viel gelernt. Zum Beispiel: Kiffen.

Wie der Volksmund in den 90er so sagte, lernte mal bei Bund das Saufen und beim Zivi das Kiffen und so war es bei mir auch. Wobei ich sagen muss, dass ich damals ersteres schon einigermaßen gut beherrschte.

Meinen ersten Joint habe ich mit einundzwanzig geraucht und ich muss zugeben, dass ich mich an die Ereignisse des nachfolgenden Abends nicht mehr wirklich erinnern kann. Ich weiß nur noch, dass ich wie in Watte bepackt zu einer Party geschleppt wurde, bei der man mich einfach in eine Ecke abgestellt hatte. Der Legende nach   stand ich vier Stunden dort mit einem leicht debilen Grinsen im Gesicht und machte nur durch gelegentliche Kicheranfälle auf mich aufmerksam. Als man mich um drei Uhr Morgens dort wieder abholen wollte, war ich allerdings verschwunden. Wie sich herausstellte, hatte ich es mir mit einer 5-Kilogramm Trommel Paprikachips auf dem Sofa gemütlich gemacht, wo ich der Frage nachging wie viel Chips ich mir gleichzeitig in den Mund schaufeln konnte ohne dabei zu ersticken.

 Es war das Jahr 1994 gewesen. Es war das Jahr in dem die Eichenrotkappe zum Pilz des Jahres gewählt wurde.

Das Jahr in dem Helene Fischer ihren zehnten Geburtstag feierte und die Estonia unterging (leider ohne Helene Fischer).

Das Jahr in dem ich aus Langeweile beim Zivildienst mit dem Schreiben anfing.
Also, alles in allem, ein gutes Jahr für die Menschheit.